Wasserstoffreiches Wasser verbessert die neurologische Funktionserholung bei experimentellen Autoimmun-Enzephalomyelitis-Mäusen.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische autoimmune demyelinisierende Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Die hohen Kosten, die unbequeme Verabreichung und die Nebenwirkungen der gegenwärtig von der FDA zugelassenen Arzneimittel führen häufig zu einer schlechten Einhaltung der Langzeitbehandlung der MS. Es wurde berichtet, dass molekularer Wasserstoff (H2) Antioxidationsmittel, anti-apoptotische, entzündungshemmende, antiallergische und Effekte gegen Krebszellen aufweist. In der vorliegenden Studie untersuchten wir die prophylaktische und therapeutische Wirkung von wasserstoffreichem Wasser (HRW) auf den Fortschritt der experimentellen Autoimmun-Enzephalomyelitis (EAE), dem Tiermodell für MS. Wir fanden, dass die prophylaktische Verabreichung von sowohl 0,36 mM als auch 0,89 mM HRW in der Lage war, den EAE-Beginn zu verzögern und die maximalen klinischen Werte zu reduzieren. Darüber hinaus reduzierten 0,89 mM HRW den Schweregrad der Erkrankung, die ZNS-Infiltration und die Demyelinisierung, wenn sie nach dem Beginn der Erkrankung verabreicht wurden. Darüber hinaus verhinderte die HRW-Behandlung die Infiltration von CD4 (+) T-Lymphozyten in das ZNS und inhibierte die Th17-Zellentwicklung ohne Beeinträchtigung der Th1-Zellpopulationen. Da HRW nicht toxisch, preiswert, leicht verabreicht werden kann und die Blut-Hirn-Schranke leicht überschreiten kann, legen unsere Experimente nahe, dass HRW ein großes Potential bei der Behandlung von MS haben kann.

Copyright © 2016. Erscheint bei Elsevier B.V.

HRW reduzierte den klinischen Score von EAE.(Experimentelle Autoimmun-Enzephalomyelitis (EAE) ist das älteste und am häufigsten verwendete Modellsystem zum Studium von MS in Labortieren)
• HRW verändert EAE durch Hemmung der entzündlichen Infiltration und der Demyelinisierung von ZNS(Entmarkung der Nerven durch degenerative toxische Entzündungen.)
• HRW-Funktionen  werden in der EAE-Entwicklung weitgehend durch di der CD4 + -Population positiv beeinflusst.
• HRW-Hemmung der Th17-Zelldifferenzierung im ZNS und peripheren Immunorganen

Author information

  • 1Institute of Neuroscience and Key Laboratory of Molecular Neurobiology of the Ministry of Education, Second Military Medical University, 800 Xiangyin Road, Shanghai 200433, China; Department of Neurology, Chinese PLA 254 Hospital, Tianjin, China.
  • 2Institute of Neuroscience and Key Laboratory of Molecular Neurobiology of the Ministry of Education, Second Military Medical University, 800 Xiangyin Road, Shanghai 200433, China.
  • 3Department of Aviation Medicine, Faculty of Naval Medicine, Second Military Medical University, 800 Xiangyin Road, Shanghai 200433, China.
  • 4Institute of Neuroscience and Key Laboratory of Molecular Neurobiology of the Ministry of Education, Second Military Medical University, 800 Xiangyin Road, Shanghai 200433, China. Electronic address: caoli@smmu.edu.cn.

Originaltext aus: http://www.jni-journal.com/action/showFullTextImages?pii=S0165-5728%2816%2930042-X