Nitrate - Gefährlich?

 

Nitrat ist in vieler Munde, besonders beim Trinkwasser. Schlagzeilen machen ist des Menschen Hobby, ob es wahr ist oder nicht. In diesem Falle tut es gut, etwas näher hinzuschauen.

 

 

 

Nitrat an sich ist harmlos. Selbst bei großen Mengen nitratreicher Gemüse und einer hohen Nitratbelastung im Trinkwasser werden akut toxische Mengen nicht erreicht. Nitrat kann aber im Organismus oder auch bei der Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln in Nitrit umgebaut werden.*1

 

Aber wann und was muss da geschehen, wie sind die Vorausetzungen? Zuerst ist Nitrat überhaupt nicht gefährlich sondern eher gesundheitsfördernd- Es muss zuerst in Nitrit umgewandelt werden. Dies ist auch nicht das so Schädliche, sondern erst die Umwandlung in Nitrosamine. Das erfordert :
Bakterien, die mit dem Nitrit im Speichel im Magen Nitrosamine bilden kann, aber sehr wichtig ist das zeitgleiches Aufeinandertreffen von Aminen (konzentrierten Eiweißen) und saurem Milieu (Magen).*2

 

Wieviel % der Nitrate werden denn überhaupt über das Wasser eingeführt? Es sind ca 20%. Der Hauptteil, welcher wichtiger ist als Unkenrufe von „Unruhestiftern“ wird über die Nahrung eingeführt. Bratwurst, Pökelfleisch, Rettich, Rote Beete, Salat, Spinat u.v.m

 

 

 

Schadwirkung bislang falsch eingeschätzt

 

Die kanzerogene Wirkung von Nitrosaminen steht außer Zweifel. Aber der Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Nitrat mit der Nahrung und einem erhöhten Risiko für verschiedene Krebserkrankungen beim Menschen ist bisher kaum belegt. Die Bildung von Nitrosaminen ist zwar in vitro, das heißt im Reagenz­glas, nachgewiesen. Für die Entstehung im menschlichen Organismus (in vivo) gibt es aber keine eindeutigen Belege. Aus verschiedenen aktuellen Studien liegen dagegen Anhaltspunkte vor, dass Nitrat sogar gesundheitlich günstige Wirkungen im menschlichen Organismus entfalten könnte.

 

Zudem wird mittlerweile die Ni­trataufnahme beziehungsweise das Nitrit nicht mehr als alleinige Ursache für die Met­hämoglobinämie bei Säuglingen angesehen. Möglicherweise sind hierfür Infektionen des Magen-Darm-Traktes mitverantwortlich. *3

 


 

Die Studienlage

 

Es ist eine „Krux“ mit der Wissenschaft, vor allem, aber weitem nicht nur: der Ernährungswissenschaft. Ein weiser Mann sagte dazu: (Ernährungs-)Wissenschaft steht immer auf dem letzten Stand des Irrtums.

 

Ohne jetzt polemisch werden zu wollen (was ich soeben wurde …): Auch die Diskussion um Nitrat, Nitrit und Nitrosamine ist gekennzeichnet von einem grundsätzlich fehlerhaften systemimmanenten wissenschaftlichen Ansatz, der zum Scheitern geradezu geboren wurde …

 

 

 

Das Problem

 

Alle Studien, in denen sich Nitrosamine als krebserregend erwiesen haben, sind (leider) an Tieren durchgeführt worden. Dagegen konnte bisher in noch keiner Studie nachgewiesen werden, dass auch nitratreiches Gemüses wie Rucola, Radicchio oder Rote Bete das Krebsrisiko tatsächlich erhöht!

 

Endresultat:

 

Nitrat ist gesund:
In neuesten Studien am Menschen wurde nachgewiesen, dass Nitrat (hier aus Gemüse) die Durchblutung des Gehirns verbessern kann

 

blutdrucksenkend und damit ein natürliches Hilfsmittel gegen Herz-Kreislauf- und Demenzerkrankungen

 

Säuglinge: Hier ist(war) die Gefahr höher, weil Säuglinge kleinere Magen haben und dort das Nitrat schneller umgewandelt werden kann.

 

Dies war in den 60er Jahren . Seitdem wurden Grenzwerte für Nitrat aufgenommen und seitdem ist in Deutschland KEIN Fall von Säuglingsblausicht registriert.

 

So zeigt Stickoxid im Magen auch eine hohe antimikrobielle Aktivität gegenüber Krankheitserregern des Magen-Darm-Traktes wie Salmonellen, Shigellen oder Helicobacter pylori.

 

Nitratreiche Nahrung verbessert die Durchblutung und Rege­neration der Magenschleim­haut, verstärkt die Magenschleimbildung und beugt damit der Bildung von Magengeschwüren vor. (Joel Petersson *5

 

Die antimikrobielle Wirkung und der Magenschleimhauteffekt lassen vermuten, dass die Anreicherung des Nitrats im Mundspeichel und die Umwandlung in Nitrit physiologisch erwünschte Vorgänge sind. *6

 

Wissenschaftler stellten sowohl eine blutdrucksenkende Wirkung als auch eine verminderte Zusammenlagerung von Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) fest. (Queen Mary Hospital in London)*7

 

Ausserdem ist eine evtl Nitratrestbelastung, die über Wasserionisierer (Elektrolyse) in den Körper kommt, deswegen unerheblich, da ionisiertes Wasser mit H2 (molekularer Wasserstoff) im Körper durch die antioxidative Kraft die Umwandlung von Nitrat in Nitrit verhindert. (Studie aus Spanien 1965)* 8 und 1964 (Krasna Rittenberg) *9 als auch neuere Studien mit Vitamin C als Antioxidans.

 


 

*1) https://www.ugb.de/forschung-studien/nitrat-im-essen-vom-saulus-zum-paulus/

 

*2)http://www.huffingtonpost.de/2014/11/28/nitrite-lebensmittel-zusatzstoff-gefaehrlich_n_6235256.html

 

*3)https://www.ugb.de/forschung-studien/nitrat-im-essen-vom-saulus-zum-paulus/

 

*4)https://gruenesmoothies.de/blog.php/gesund-wirkung-belastung-nitrat-nitrit-risiko/

 

*5+6)http://www.nature.com/nchembio/journal/v5/n12/full/nchembio.260.html

 

*7) https://www.sciencedaily.com/releases/2010/06/100628161123.htm

 

*8)http://www.nature.com/nature/journal/v205/n4969/abs/205387a0.html

 

*9) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC357331/